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Mutmaßlicher CSD-Attentäter war bereits verurteilt

26. Juli 2026, 10:49 Uhr · Politik

Der 21-jährige Abdul B. soll den Behörden bereits vor dem mutmaßlichen Anschlag auf den Christopher Street Day als Anhänger des Islamischen Staates (IS) aufgefallen sein. Das berichtet der “Spiegel” unter Berufung auf eigene Informationen.

Demnach soll der in Berlin geborene Mann im vergangenen Jahr versucht haben, sich der Terrormiliz IS anzuschließen. Doch es blieb offenbar beim Versuch. Nach einer Rückkehr aus dem Libanon landete er in Deutschland in Untersuchungshaft. Die Berliner Ermittler warfen ihm nach Angaben aus Sicherheitskreisen die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von knapp drei Jahren. Das Gericht habe es jedoch bei einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung belassen.

Die Ermittler sollen dann vor wenigen Wochen einen Hinweis bekommen haben, dass Abdul B. im Netz das Foto einer Waffe gepostet habe. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung soll die Polizei aber nur eine Spielzeugwaffe gefunden haben. Abdul B. gilt als mutmaßlicher Angreifer auf den CSD am Samstag, bei dem eine Frau starb und 25 weitere Menschen verletzt wurden. Seit dem frühen Morgen fahndet die Polizei öffentlich mit einem Foto nach ihm. Wie der “Spiegel” unter Berufung auf eigene Informationen schreibt, soll das Tatauto, ein weißer Citroën-Transporter, von Abdul B. angemietet worden sein.

Foto: Tatort nach Todesfahrt beim CSD am 26.07.2026, via dts Nachrichtenagentur