Zum Inhalt springen
Live hören
On Air: Live aus dem Adiamo Bad Oeynhausen · 20–00 Uhr Jetzt läuft: Radio Osnabrueck – Toth Opener Live Aus Dem Adiamo 2026 Osnabrück 17 °C

Mehrheit für strengere Alkoholgrenzen im Straßenverkehr

16. Juni 2026, 04:00 Uhr · Vermischtes

Eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich strengere Alkoholgrenzen im Straßenverkehr. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv hervor.

Demnach befürworten 68 Prozent der Befragten eine Anpassung der bestehenden 0,5-Promillegrenze. 45 Prozent sprechen sich für ein absolutes Alkoholverbot aus, 23 Prozent bevorzugen eine Grenze von maximal 0,3 Promille. An der aktuellen Grenze von 0,5 Promille würde nur knapp ein Drittel (28 Prozent) festhalten.

Auch beim Fahren von E-Scootern sind die Bürger für strengere Regeln. 44 Prozent sind dafür, dass E-Scooter-Fahrer komplett auf Alkohol verzichten sollen. 22 Prozent wünschen sich eine Grenze von 0,3 Promille, 24 Prozent eine 0,5-Promillegrenze. Für E-Scooter-Fahrer gelten derzeit dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer.

Bei Fahrrad- und E-Bike-Fahrern zeigen sich die Befragten toleranter. Hier fordert nur knapp ein Drittel (31 Prozent) ein absolutes Alkoholverbot. Eine 0,3-Promillegrenze wollen 23 Prozent, 0,5 Promille können sich 26 Prozent vorstellen. 15 Prozent sind für einen maximalen Promillewert von 1,1 Promille oder mehr. Die aktuelle Grenze für eine relative Fahruntüchtigkeit bei Radfahrern liegt bei 0,3 Promille – dafür drohen bereits eine Strafanzeige, ein Punkt in Flensburg und eine Geldstrafe. Die absolute Fahruntüchtigkeit ist mit 1,6 Promille erreicht und gilt als Straftat. Als Konsequenz drohen eine höhere Geldstrafe, zwei Punkte in Flensburg und die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU).

Datenbasis: 1.002 Befragte. Erhebungszeitraum: 12. und 15. Juni 2026.

Foto: Polizeikontrolle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur