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DFB-Präsident will WM-Ereignisse nicht “reflexhaft kommentieren”

10. Juni 2026, 11:15 Uhr · Sport

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA die Zurückhaltung des Deutschen Fußball-Bundes in politischen Fragen rund um das Turnier bekräftigt. In einem Gastbeitrag für das “Redaktionsnetzwerk Deutschland” schreibt er, der Fußballverband tue gut daran, in dieser hektischen Zeit nicht jedes tagespolitische Ereignis und jede Aussage reflexhaft zu kommentieren.

Gleichwohl wolle der DFB immer wieder und überall auf seine Grundsätze hinweisen. Man werde eintreten für Freiheit und Demokratie, für Respekt und Toleranz, für Vielfalt und Teilhabe. “Hass und Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus haben bei uns keinen Platz. Denn der Fußball steht für Gemeinschaft und nicht für Spaltung”, so Neuendorf.

Der DFB könne und wolle nicht alles Politische ausblenden, der Fokus richte sich jedoch auf Fußball. Man sei im Austausch mit dem Auswärtigen Amt und anderen Behörden über die Situation vor Ort. “Natürlich findet Sport nicht im luftleeren Raum statt. Und doch müssen wir uns letztlich auf den Fußball konzentrieren, weil er unser Kerngeschäft ist und bleibt”, so Neuendorf.

Foto: DFB-Zentrale (Archiv), via dts Nachrichtenagentur